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Die Ästhetische Chirurgie

Alles über Eigenfetttransplantation.

Wann ist eine Eigenfetttransplantation sinnvoll?

Deformierte Brüste, ungleiche Brüste oder gar das Fehlen einer Brust auf Grund einer Brustamputation ist für Frauen ein schweres Schicksal und das bloße Einsetzen von Implantaten meist keine Lösung. Denn Silikonimplantate können nur in den seltensten Fällen ungleiche Brüste vollkommen ausgleichen oder deformierte Brüste natürlich formen. Bei Brustrekonstruktionen kann es vorkommen, dass bei Patientinnen mit Silikonimplantaten ein Fremdkörpergefühl auftritt. Die Eigenfetttransplantation kann in all diesen Fällen optimal eingesetzt werden. Das Geheimnis liegt in den im Eigenfett enthaltenen Stammzellen. Sie haben das einzigartige Potential, sich in jede beliebige Zelle umzuwandeln. Dadurch können sie problemlos aus einem Körperareal entnommen und in ein anderes transplantiert werden.

Ist die Eigenfetttransplantation eine besonders schonende Methode?

Ja, das ist sie. Bei der Eigenfetttransplantation wird für die Entnahme des Eigenfetts die so genannte Wasserstrahlmethode, also eine wasserstrahlassistierte Fettabsaugung angewandt. Mit einer Kanüle wird ein scharfer Wasserstrahl in das überschüssige Fett an Bauch, Beinen oder Po eingespritzt, wodurch das Fett zerkleinert und gleichzeitig durch eine zweite Öffnung wieder abgesaugt wird. Somit wird es direkt gefiltert und kann ohne separate Aufbereitung in die Brust eingespritzt werden.

Wie sieht die Vorbereitung einer Eigenfetttransplantation bei einer Brustrekonstruktion aus?

Vor allem Patientinnen, bei denen eine Krebserkrankung eine Brustamputation nötig gemacht hat, sollten vor der Brustrekonstruktion mittels Stammzellen für 2 Wochen einen so genannten Saug-BH tragen. Der Saug- oder Vakuum-BH (BRAVA® System) wurde von der österreichischen Fachärztin für plastische Chirurgie Univ.Doz. Dr. Ingrid Schlenz in den USA mitentwickelt. Das BRAVA® System übt einen anhaltenden, sanften Zug auf die gesamte Brust aus. Der BH dient dabei also als externer Expander, das Brustgewebe wird gedehnt und die Anzahl der Blutgefäße nimmt zu. Dadurch entsteht der nötige Platz für die neuen Stammzellen. Nach dem Eingriff sollte der Saug-BH für weitere 2 Wochen getragen werden.

Wie erfolgt die Eigenfetttransplantation und wofür ist sie besonders geeignet?

Eine Eigenfetttransplantation eignet sich besonders für eine Brustkorrektur. Die Brustkorrektur wird mittels Eigenfett im Dämmerschlaf ambulant durchgeführt und birgt auch weniger Risiken als beispielsweise die Korrektur mittels Hyaluronsäure. Da bei dieser Methode körpereigenes Fett verwendet wird, ist es zu 100% verträglich. Das Ergebnis ist sofort sichtbar und bis auf einen minimalen Teil der transplantierten Zellen, die vom Körper wieder abgebaut werden, dauerhaft.

Die Eigenfetttransplantation eignet sich vor allem für Brustkorrekturen, Brustrekonstruktionen und Brustmodellierungen und weniger für Brustvergrößerungen. Die Eigenfetttransplantation ist mit einer Menge von 300 bis 400 ml Eigenfett pro Brust limitiert. Diese Menge Eigenfett würde in manchen Fällen ausreichen, doch wird ein Teil des injizierten Eigenfetts vom Körper wieder abgebaut. Somit bedarf es in manchen Fällen 2-3 Wiederholungen, um das gewünschte Ergebnis zu erreichen.

Ist eine Eigenfetttransplantation für eine Gesichtskorrektur die ideale Ergänzung bei Facelifts?

Eine Eigenfetttransplantation lässt sich nicht nur für Brustkorrekturen anwenden, sondern ist auch für Gesichtskorrekturen zur Bekämpfung von Alterserscheinungen im Gesicht geeignet. Mit zunehmendem Alter nehmen die körpereigenen Stammzellen im Blut ab. Durch die Behandlung mit Eigenfett wird die Qualität der Haut deutlich, wodurch das Gesicht jünger und frischer wirkt.

Vor allem im Bereich um den Mund können sehr gute Ergebnisse erzielt werden. Bei einem Facelifting wird die Gesichtshaut von darunter liegendem Fett und Muskeln abgetrennt und Fett entfernt, um die Konturen zu modellieren, Gesichts- und Halsmuskeln gestrafft. Die dafür nötigen Schnitte werden so platziert, dass sie nahezu unsichtbar sind.

Nach der Operation muss ein Verband getragen werden, der nach ca. 2 Tagen entfernt werden kann. Bereits nach 2 Wochen ist der Großteil der Schwellungen verschwunden.

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