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Faltenbehandlung

 

Falten

Für die sogenannte „Unterfütterung“ von Falten gibt es inzwischen unzählige verschiedene Materialien (Kollagen, Eigenfett, verschiedene Gels, etc.) und täglich kommen neue auf den Markt:

 

Hyaluronsäure

ist ein natürliches Polysaccharid, das in der Haut vorkommt. Mit zunehmendem Alter nimmt der natürliche Hyaluronsäuregehalt ab, Feuchtigkeits- und Elastizitätsverlust sind die Folge. Durch Einspritzung des farblosen Gels kann eingesunkenes Hautgewebe angehoben werden. Nach der ersten Behandlung sind eventuell zusätzliche Einspritzungen in einwöchigem Abstand erforderlich, um den gewünschten Erfolg zu erzielen.

 

Risiken

Allgemein wird das Präparat gut vertragen. Gelegentlich kann es zu entzündlichen Hautrötungen kommen. Diese klingen aber nach einiger Zeit wieder ab.

 

Kollagen

ist das bekannteste Produkt, um Falten und andere Hautdefekte zu korrigieren. Kollagen ist ein Eiweißstoff, der im Gewebe eine stützende Funktion übernimmt. Das natürliche Kollagen der Haut baut sich mit der Zeit ab und es entstehen Fältchen. Bei der Kollagen-Injektion in die Hautoberfläche wird das verloren gegangene Kollagen substituiert. Fast alle Falten und Fältchen können mit dieser Therapie verbessert werden.

Das halbsynthetische Kollagengemisch wird auch zum Füllen kleiner Knochendefekte im Gesicht verwendet. Auch eine Kombination der Unterspritzung starker Falten mit Kollagen und einer Behandlung der oberflächlichen Falten mit Laser oder Abschleifung ist möglich. Die glättende Wirkung kann vier bis sechs Monate anhalten.

 

Risiken

Es gibt kaum Nebenwirkungen. Es kann allerdings zu allergischen Reaktionen (Rötungen und Juckreiz) kommen. Um herauszufinden, ob Sie gegen Kollagen allergisch sind, kann eine Woche vor der Behandlung ein Test gemacht werden.

 

Sculpra

ein Gel aus Milchsäure, kommt bei tieferen Falten und als Volumengeber bei Hohlwangen zum Einsatz. Es wird zu körpereigenem Material abgebaut und hält rund ein Jahr. Wie bei allen Injektionen kann der Nadelstich schmerzhaft sein. Je nach Sensibilität der Zone kann der Arzt eine lokale Betäubung vornehmen. Im Durchschnitt sind zwei Behandlungen notwendig. Abhängig von der Tiefe der zu behandelnden Zone kann eine Sitzung ausreichen oder es können bis zu drei Behandlungen im Abstand von zwei bis vier Wochen notwendig werden. Sie können jedoch sofort nach der Injektion das Resultat sehen.

 

Risiken

In sehr seltenen Fällen entwickelt sich einige Monate nach der Injektion eine Verhärtung oder eine Rötung und Schwellung der Injektionsstelle.

 

Aquamid

ist ein Gel, welches direkt unter die Haut gespritzt wird, wo es sofort seine gewebeauffüllende Wirkung entfalten kann. Vollere Lippen, markantere Jochbeinbögen, die Glättung der feinen Falten am Mundwinkel können mit dem gewebeähnlichen Füllmaterial erzielt werden. Unmittelbar nach der Injektion kann das behandelte Areal manuell so geformt werden, dass die Konturen so sind wie erwünscht. Das Gel verbleibt am Ort der Injektion.

 

Risiken

In den ersten Tagen ist die behandelte Stelle leicht geschwollen und druckempfindlich. Eine Entzündungsreaktion oder leichte Verfärbung der Haut kann auftreten, die jedoch leicht mit Make-up abgedeckt werden kann. Sie können gleich nach der Injektion Ihren normalen Tagesablauf wieder aufnehmen, sollten jedoch Sonnenbestrahlung während der ersten drei Wochen vermeiden.

 

Eigenfettunterspritzung

Wenn Sie kein Fremdmaterial wollen, besteht die Möglichkeit der Eigenfettunterspritzung. Fettgewebe zur Faltenunterspritzung wird in der Regel vom Bauch, den Oberschenkeln oder dem Gesäß entnommen. Fett dient zum Aufbau eingefallener Wangen, der Korrektur von Lachfalten, zum Auffüllen von Hautvertiefungen, zur Reduktion der queren Stirnfalten und zum Aufbau der Lippen. Der Eingriff beginnt nach örtlicher Betäubung mit der Entnahme des Fettgewebes mittels einer Hohlnadel. Das Fettgewebe wird dann für die Injektion vorbereitet (gereinigt) und mit einer Kanüle in die gewünschte Stelle eingebracht. Eine geringe „Überfüllung“ ist notwendig, da ein größerer Teil des injizierten Fettgewebes absorbiert wird. Ein Teil hingegen bleibt dauerhaft am Ort der Injektion, daher sind regelmäßige Wiederholungen des Eingriffs nötig. Das eingefrorene Fett kann 24 Monate lang verwendet werden.

 

Risiken

In den ersten zwei Tagen kommt es meist zu Schwellungen und Blutergüssen. Da nur ein Teil der eingebrachten Fettzellen vital bleibt, muss die Behandlung oft zwei bis drei Mal wiederholt werden.

 

Abschleifung, Rhytec-Behandlung, Laserbehandlung

Mit Hilfe eines speziellen Schleifinstrumentes oder Gerät wird die obere Hautschicht abgetragen. Darunter liegende Hautschichten, wie Schweiß- und Talgdrüsen, Pigmentzellen und Blutgefäße bleiben erhalten. Es entsteht ein Wundschorf, der, wenn die neue Haut darunter schon gewachsen ist, nach vier bis acht Tagen abfällt. Der Erfolg dieser Behandlungsmethode richtet sich nach der Beschaffenheit der Haut. Je kräftiger die abzuschleifende Haut ist, desto besser ist das Ergebnis. Die Haut sollte im Anschluss sechs Wochen lang keiner UV-Bestrahlung ausgesetzt werden. Behandlungsdauer: 30 Minuten



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