Kehrseite: Straff statt schlaff
Endlich abgenommen – und plötzlich killt der Spiegel die Freude an der neuen, schlanken Optik: Der Po, einst prall, neigt boshaft stark der Schwerkraft zu. Was knackig war, ist traurig schlaff und ähnelt eher niederländischen Ebenen als sportlich alpinen Hügeln. Ein Dilemma, das häufig auch mit wachsender Anzahl absolvierter Erdenjahre auftritt. Und eines, das unglücklich machen kann. Das muss es aber nicht. Denn: Bringt’s Training nicht mehr, können erfahrene Medizinerhände dem flachen Drama ein Ende setzen. Die moderne plastische Chirurgie bietet Methoden, die matten Kehrseiten zu neuer Fülle verhelfen. Zum Beispiel: Gesäßstraffung
Mit OP zum Star-Po
Bei einer Gesäßstraffung wird das überschüssige Fett- und Bindegewebe reduziert und neu geformt. Der Eingriff wird in der Regel in Vollnarkose im Spital durchgeführt. Kleinere Korrekturen können allerdings auch in örtlicher Betäubung und ambulant erfolgen. Vor der Operation wird am stehenden Patienten die Schnittführung angezeichnet. Je nachdem, welche Region gestrafft werden soll, muss die Linie entweder oberhalb des Gesäßes (in Fortsetzung des Schnittes zur Bauchdeckenstraffung) über der Po-Mitte (Bikinischnitt) oder in der Gesäßfalte erfolgen.
Zusätzliche Fettabsaugung (Liposuction) kann sinnvoll sein, wenn es gilt, die Körperkontur auszugleichen. Drainagen leiten nach dem Eingriff das Wundsekret ab und sorgen für reibungslose Heilung.
Vom Eingriff zur Perfektion
Etwaige Schmerzen nach der Operation werden mit Medikamenten gestillt, Schwellungen klingen nach rund zwei Wochen ab, und verbleibende Narben schwinden mit der Zeit. Doch ganz ohne kleine Unannehmlichkeiten verläuft der Weg zum „neuen” Po leider nicht: Das Sitzen ist wegen der Zugkraft auf die Nähte bis zur Nahtentfernung (nach zwei Wochen) möglichst zu vermeiden – und auch in den Folgewochen sollte so wenig wie möglich gesessen werden, damit die Wunden gut und ohne gröbere Narben verheilen können. Nach dem Eingriff muss überdies vier Wochen lang eine Kompressions-Miederhose getragen werden, die das Ergebnis optimieren hilft. Und Sport, der die Narben belasten könnte (wie etwa Radfahren, Joggen oder Gymnastik) muss sechs bis acht Wochen lang gemieden werden.
Die Risiken
Die häufigsten Risiken sind Wundheilungsstörungen, die zum Glück selten auftreten, sowie mittleres Risiko für Thrombosen und Lungenembolien. Gelegentlich bilden sich auch nach Entfernen der Wunddrainagen Flüssigkeitsansammlungen im Wundbereich (sog. Serome), die punktiert werden müssen. In manchen Fällen sind später noch kleinere Korrekturen notwendig. Die Narben werden durch den Zug der Haut manchmal etwas breit, können aber durch Kleidung gut kaschiert werden. Bei Schnittführung direkt über das Gesäß oder in der Gesäßfalte muss bei längerem Sitzen drei bis vier Monate lang mit leichten Beschwerden an den Narbenstellen gerechnet werden.






