Haarausfall – auch Frauen sind immer häufiger davon betroffen
In Europa leiden jeder dritte Mann unter 30 Jahren und jede zehnte Frau zwischen 30 und 60 Jahren an andrognetischem Haarausfall. Ursachen sind zumeist das zunehmende Alter und die Veränderung des Hormonhaushaltes. Aber auch eine Chemotherapie kann die Ursache für dauerhaft kahle Stellen am Kopf sein. Wer dennoch auf eine Perücke verzichten möchte, für den ist eine Haartransplantation die einzige Lösung.
FUE Technik für narbenfreie Transplantation
Dank mikrochirurgischer Techniken hat sich die Haartransplantation rasant weiter entwickelt. Eine der modernsten Methoden der Haartransplantation ist die sogenannte Follikular Unit Extraction -Technik, die nicht nur eine volle und natürliche Haarpracht verspricht, sondern im Vergleich zu den traditionellen Methoden wie der Stripentnahme – oder auch Streifentechnik genannt – besonders schonend ist. Weiters sind dank dieser Methode kaum bis keine Narben sichtbar; für Männer die irgendwann eventuell doch eine Glatze tragen möchten, eine ideale Lösung.
Die FUE-Methode
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Bei der FUE-Methode werden einzelne follikuläre Einheiten mittels Hohlbohrer gezielt entnommen. Der Bohrer hat einen Durchmesser von 0,8-1,2mm und kommt unter Lokalanästhesie zum Einsatz. Danach werden aus den Hautstreifen die follikulären Einheiten präparatorisch isoliert. |
Mittels spezieller Mikrobohrer (Holestechnik) oder kleinster Messer (Slittechnik) werden die Kanäle zur Aufnahme der follikulären Einheiten im Empfängerareal angebracht. Die Dichte und spätere Haarwuchsrichtung werden hierbei festgelegt. Danach werden die in gekühlter Nährlösung aufbewahrten Transplantate mit mikrochirurgischen Pinzetten atraumatisch implantiert. Die gesamte Prozedur beträgt eine Dauer von drei bis sechs Stunden.
Die FUE-Technik ist speziell für die Transplantation kleiner Mengen geeignet und stellt eine gute Alternative zur Striptechnik dar. Da die Methode dennoch zeitlich sehr anspruchsvoll ist, ist sie nicht für jede Person geeignet. Pro Tag können zwischen 500 und 1.000 „follicular units“ entnommen und umverteilt werden. Die Entnahmestelle wird offen gelassen und heilt sehr gut ab, sodass keine Narben zurückbleiben.
Ergebnis
Nach 7-14 Tagen klingen lokale Krustenbildung, leichte Rötungen und Taubheitsgefühl im Behandlungsgebiet ab. Schwellungen können im Stirnbereich für 3-5 Tage auftreten. Nach Abschluss der Wundheilungsphase produzieren die transplantierten Haarwurzeln bereits zwei bis drei Monaten später neue gesunde, kräftige Haare. Diese bleiben bis zum Lebensende erhalten und können geschnitten, gewaschen, gefönt, dauergewellt und gefärbt werden.







