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Stammzellentransplantation

 

Brustkorrektur ohne Skalpell

Deformierte Brüste, ungleiche Brüste oder gar das Fehlen einer Brust aufgrund einer Brustamputation ist für Frauen ein schweres Schicksal und das bloße Einsetzen von Implantaten meist keine Lösung. Denn Silikonimplantate können nur in den seltensten Fällen ungleiche Brüste vollkommen ausgleichen oder deformierte Brüste natürlich formen. Bei Brustrekonstruktionen kann es vorkommen, dass bei Patientinnen mit Silikonimplantaten ein Fremdkörpergefühl auftritt. Die Stammzellentransplantation kann in all diesen Fällen optimal eingesetzt werden. Das Geheimnis liegt in den im Eigenfett enthaltenen Stammzellen. Sie haben das einzigartige Potential, sich in jede beliebige Zelle umzuwandeln. Dadurch können sie problemlos aus einem Körperareal entnommen und in ein anderes transplantiert werden.

 

Besonders schonende Entnahmemethode

Bei der Stammzellentransplantation wird für die Entnahme des Eigenfetts die so genannte Wasserstrahlmethode, also eine wasserstrahlassistierte Fettabsaugung angewandt. Mit einer Kanüle wird ein scharfer Wasserstrahl in das überschüssige Fett an Bauch, Beinen oder Po eingespritzt, wodurch das Fett zerkleinert und gleichzeitig durch eine zweite Öffnung wieder abgesaugt wird. Somit wird es direkt gefiltert und kann ohne separate Aufbereitung in die Brust eingespritzt werden.

 

Bei Brustrekonstruktionen empfiehlt sich eine Vorbereitung mittels Saug-BH

Vor allem Patientinnen, wo beispielsweise eine Krebserkrankung eine Brustamputation nötig gemacht hat, sollten vor der Brustrekonstruktion mittels Stammzellen einen so genannten Saug-BH für 2 Wochen tragen. Der Saug- oder Vakuum-BH respektive das BRAVA® System wurde von der österreichischen Fachärztin für plastische Chirurgie Univ.Doz. Dr. Ingrid Schlenz in den USA mitentwickelt. Das BRAVA® System übt einen anhaltenden und durch Vakuum erzeugten, sanften Zug auf die gesamte Brust aus. Der BH dient dabei also als externer Expander; das Brustgewebe wird gedehnt und die Anzahl der Blutgefäße nimmt zu. Dadurch entsteht der nötige Platz für die neuen Stammzellen, die sich dann optimal im neuen Körperareal verteilen können. Nach dem Eingriff sollte der Saug-BH zur Stabilisation des Ergebnisses für weitere zwei Wochen getragen werden.

 

Stammzellentransplantation im Dämmerschlaf

Die Brustkorrektur mittels Eigenfett wird im Dämmerschlaf ambulant durchgeführt und birgt auch weniger Risiken als beispielsweise die Korrektur mittels Hyaluronsäure. Da bei dieser Methode körpereigenes Fett verwendet wird, ist es zu 100 Prozent verträglich. Das Ergebnis ist sofort sichtbar und bis auf einen minimalen Teil der transplantierten Zellen, die vom Körper wieder abgebaut werden, dauerhaft.
Die Stammzellentransplantation eignet sich vor allem für Brustkorrekturen, – rekonstruktionen und –modellierungen und weniger für Brustvergrößerungen. Die Stammzellentransplantation ist mit einer Menge von 300 bis 400 ml Eigenfett pro Brust limitiert. Diese Menge Eigenfett würde in manchen Fällen ausreichen, doch wird ein Teil des injizierten Eigenfetts vom Körper wieder abgebaut. Somit bedarf es in manchen Fällen 2 bis 3 Wiederholungen von Eigenfettinjektionen mit Stammzellen, um das gewollte, endgültige Ergebnis zu erreichen. Dazu müsste man rund 2.000 ml Fett entnehmen, was bei einem Großteil der Frauen nicht vorhanden ist.
Die Kosten für eine Stammzellentransplantation müssen vom Patienten selbst übernommen werden, da sie nicht von der Krankenkasse bezahlt werden und belaufen sich auf einen ähnlichen Betrag wie die einer Brustvergrößerung mittels Silikon oder aber auch mittels Hyaluronsäure, wobei zu bedenken ist, dass die Hyaluronsäure nach einiger Zeit zur Gänze abgebaut wird!

 

Stammzellentransplantation im Gesicht als ideale Ergänzung bei Facelifts

Eine Stammzellentransplantation lässt sich nicht nur für Brustkorrekturen anwenden, sondern ist auch zur Bekämpfung von Alterserscheinungen im Gesicht geeignet. Mit zunehmendem Alter nehmen die körpereigenen Stammzellen im Blut ab. Durch die Behandlung mit Eigenfett wird die Qualität der Haut deutlich, wodurch das Gesicht jünger und frischer wirkt.

Dr. Dagmar Millesi führt bei vielen Facelift-Patientinnen zusätzlich auch eine Stammzellentransplantation durch. Vor allem im Bereich um den Mund können hier sehr gute Ergebnisse erzielt werden. Bei einem Facelifting trennt Dr. Dagmar Millesi die Gesichtshaut von darunter liegendem Fett und Muskeln, entfernt Fett, um die Konturen zu modellieren, strafft Gesichts- und Halsmuskeln, spannt die Haut und entfernt überschüssige Strukturen. Die dafür nötigen Schnitte werden so platziert, dass sie nahezu unsichtbar sind, wobei der genaue Schnittverlauf aufgrund der Gesichtsstruktur und dem gewünschten Operationsresultat bei jedem Patienten unterschiedlich ist.

Nach der Operation muss ein Verband getragen werden, der nach zirka zwei Tagen entfernt werden kann. Bereits nach zwei Wochen ist der Großteil der Schwellungen verschwunden.



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